Typische Anlässe
Kinder entwickeln sich unterschiedlich schnell, und vieles reguliert sich von selbst. Die folgenden Beobachtungen sind deshalb keine Diagnose, sondern gute Gründe, das Thema bei der Kinderärztin, beim Kinderarzt oder direkt in einer logopädischen Praxis anzusprechen:
- Die Aussprache ist für das Alter des Kindes schwer zu verstehen.
- Einzelne Laute werden dauerhaft ersetzt oder anders gebildet, zum Beispiel beim S.
- Der Mund steht in Ruhe häufig offen, oder das Kind atmet meist durch den Mund.
- Die Zunge schiebt sich beim Sprechen oder Schlucken oft zwischen die Zähne.
- Das Kind spricht deutlich weniger als Gleichaltrige oder versteht Gesagtes schwer.
- Kieferorthopädin oder Zahnarzt empfehlen eine logopädische Abklärung.
- Sie haben einfach ein ungutes Gefühl. Auch das ist ein guter Grund zu fragen.
Der Weg zur Logopädie
- Beobachtungen notieren: Was fällt Ihnen auf, seit wann, in welchen Situationen?
- Mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt sprechen. Logopädie wird in Deutschland in der Regel ärztlich verordnet.
- Eine logopädische Praxis in der Nähe suchen und einen Termin vereinbaren, zum Beispiel bei Sagenhaft – Praxen für Logopädie. Die Logopädin oder der Logopäde untersucht, berät und entscheidet, ob und wie behandelt wird.
Was Eltern zu Hause tun können
- Viel miteinander sprechen, vorlesen und singen.
- Das Kind ausreden lassen und nicht ständig verbessern.
- Übungen, die die Logopädin mitgibt, regelmäßig und spielerisch machen. Genau hier können Übungsspiele helfen, dranzubleiben.
Und die App?
Sagenhaft – Zungenakrobatik ist ein Übungsspiel für Kinder von 4 bis 12 Jahren, mit dem die Zunge spielerisch bewegt und gekräftigt wird. Die App erkennt keine Störungen, stellt keine Diagnosen und ersetzt keine Untersuchung und keine Therapie. Sinnvoll ist sie als Ergänzung, wenn Zungenübungen zu Hause dazugehören, idealerweise abgesprochen mit Ihrer Logopädin oder Ihrem Logopäden.
Zungenübungen für Kinder · Sagenhaft – Zungenakrobatik kennenlernen